Stop sleeping – Wake up!

Wir sind zurück!
Der Burgenlandkreis ist endlich wieder wach geworden und will erneut versuchen antifaschistisch zu intervenieren.
Doch bevor wir aufwachen konnten mussten wir erst einmal einschlafen.


Und das sind wir.

Die letzte bekannte Struktur, welche den Fokus auf antifaschistische Arbeit legte, war das Alternatives Bündnis Sachsen-Anhalt Süd (kurz ABSAS).
Oft gelang es diesem an der politischen Öffentlichkeit zu partizipieren, wobei unter anderem Bundeswehrgelöbnisse thematisiert, Antifaschismus praktisch umgesetzt, sich mit Opfern rechter Übergriffe solidarisiert und eine eigene Kampagne (Beats For The Backlands) organisiert wurden.
Nach unserer Kampagne gab es dann noch vereinzelte Aktionen bevor wir unsere Arbeit als Gruppe niederlegte.

Neuer .Reflektierter. Motivierter.

Natürlich fiel uns auf, dass unsere Arbeit ziemlich vernachlässigt wurde.
Es häufen sich politisch motivierte Angriffe auf alternative Jugendliche, deren Bandbreite von Bedrohung über Diebstahl und Erpressung bis zu schwerer Körperverletzung reicht. Dabei bagatellisieren Polizei und Justiz akut rechte Straftaten zur Imagewahrung. Aktuelle Versuche , vor Ort Organisationen wie die „Freien Kräfte“ aufzubauen, verschärfen das Gesamtbild noch.
Wir merkten, wie Kameradschaften aus dem fruchtbaren Boden wuchsen und sich Regionale Nazistrukturen vernetzten.
Die Aktionsgruppe Weißenfels mobilisiert öfter gemeinsame Reisen zu „Trauermärschen“, zuletzt kam es zu einer Neugründung einer Kameradschaft in der Domstadt Naumburg.
Diese vollzog sich hauptsächlich durch den Aufbau einer Internetseite, welche stellvertretend den geistigen Müll faschistischer Strukturen präsentiert und durch Copy und Paste gefüllt wird.
Am aktivsten ist wohl die AG Merseburg, welche schon öfter durch Angriffe auf Alternative Jugendliche und dem Versuch, einen jährlichen Naziaufmarsch in Merseburg zu etablieren um dabei ihre menschenverachtende Ideologie nach außen zu tragen, in das Bild der Öffentlichkeit trat.
Auch die NPD- Strukturen vor Ort schlafen währenddessen nicht. Im „Herzen Mitteldeutschlands“ erreicht die NPD in Städten wie Saaleck, Bad Kösen und Laucha bei den Kommunalwahlen den zweistelligen Bereich. Ob durch den aus Laucha stammenden Fußballtrainer Lutz Battke oder dem stellvertretenden Vorsitzenden der Weißenfelser NPD Steffen Schwabe, der seine Freude über seine zurückgebliebenen Kameraden auf deren Seiten zum Ausdruck bringt, verankern sich diese Strukturen immer mehr.
Wenn dann noch die örtliche Politik ihren Fokus auf Tourismus anstatt Aufklärung und Intervention setzt muss Mensch schon im Koma liegen um nicht wieder aufzuwachen.
Hinsichtlich dieser Verhältnisse ist es umso dringender, ein antifaschistisches Netzwerk zu bilden, welches sowohl genug Raum für öffentliche Kritik und politische Bildung bietet, als auch zu Diskussionen bezüglich gesellschaftlich und politisch relevanter Themen anregt. Deshalb treten wir wieder in Erscheinung, diesmal jedoch unter dem Namen Antifaschistisches Bündnis Sachsen-Anhalt Süd.
Wir wollen kein scheinheiliges Bild repräsentieren, welches impliziert, dass es noch alternative Strukturen im Burgenlandkreis gibt. Nein. Wir wollen ein klares Zeichen setzen, dass Antifaschismus unentbehrlich ist.

Unsere Antwort IST Antifaschismus!!!